Ein Brief an Herrn Dobrindt…


Ich habe einen Brief an Herrn Verkehrsminister Dobrindt bzgl. seiner anti-‚Drohnen‘-Kampagne geschreiben.

Ich möchte euch auch dazu ermuntern, den Namen am Ende auszutauschen und ebenfalls eine Email, oder besser noch einen echten Brief an unseren Verkehrsminister zu schicken:

Sehr geehrter Herr Dobrindt,

(falls Sie es tatsächlich selbst lesen…)

Ich schreibe Ihnen, da ich es doch sehr befremdlich finde, wie Sie mit dem Thema ‚Drohnen‘ umgehen. Die von Ihnen geplante Regulierung bzw. der ‚Drohnenführerschein‘ sowie die Registrierung der Drohnen ist nicht nur sinn- bzw. nutzlos sondern auch unnötig:

1.) ‚Drohnen‘ (also im Allgemeinen sog. ‚Multicopter‘ mit elektronischer Stabilisierung) sind im Sinne der Luftfahrtverordnung Modellflugzeuge, also ordentliche Luftfahrzeuge. Für solche sind die von Ihnen beschriebenen Regelungen bereits präsent, wie z.B. das Verbot des Einfluges in Lufträume um z.B. Flughäfen.

2.) Was bringt Ihnen die Registrierung von ‚Drohnen‘? Wenn jemand vor hat (illegalerweise) über einem Flughafen oder Atomkraftwerk zu fliegen, wird er doch sicherlich seine Registrierung deutlich sichtbar an der Drohne anbringen, oder? Im Gegenteil: Was ihnen passieren wird ist, dass sich Leute, die sich von den begeistert auf der Wiese nebenan mit dem Weihnachtsgeschenk spielenden Kindern gestört fühlen, beschweren.

Ich habe den Eindruck, dass die von Ihnen geplante anti-‚Drohnen‘-Regulierung vielmehr auf Reaktionismus (z.B. gegenüber Kampagnen von BILD etc.) fußt als auf rationaler Überlegung. Schlimmer: Sie scheinen die entsprechende Idee von Ihren Amerikanischen Kollegen unreflektiert übernommen zu haben.

Wenn Sie sich (oder einer Ihrer Berater … ) fundiert mit der Materie auseinander setzen würden, würde Ihnen sicherlich auffallen, dass die Regularien wie unter 1. erwähnt (LuftVG, LuftVO) gelten und anwendbar sind. Was vielmehr fehlt ist ein Bewusstsein dessen. Wenn Sie also tatsächlich ein Problem lösen wollen, würde ich Ihnen doch dringend vorschlagen, sich z.B. mit einschlägigen Experten wie z.B. von DMFV und DAEC in Verbindung zu setzen und einschlägige Konzepte zur Prävention zu entwickeln. Stellen Sie sich selbst an die Steuerung und fliegen Sie selbst eine ‚Drohne‘.

‚Drohnen‘ sind ein Zukunftsfaktor der gerade auch für den Technologiestandort Deutschland wichtig ist – ist doch die Grundidee der elektronischen Stabilisierung bei ‚Jugend forscht‘ entwickelt worden. Durch Regulierungswut, wie Sie sie gerade an den Tag legen, lösen Sie kein Problem sondern schaffen nur neue.

Außerdem: Meine Stimme in der nächsten Wahl sichern Sie sich dadurch nicht.

Mit freundlichen Grüßen,

T. Schlegel

DJI Zenmuse H3-3D – Reperatur (Teil 1?)


Big Drama…

Ich hatte letztens einen ziemlich schlimmen Crash mit meinem DJI F550. Es kam zu einem katastrophalen Aufschaukeln des Copters, das ich nicht mehr in denGimbal, defekt Griff bekommen habe. Das Drama war allerdings, dass mein geliebtes DJI Zenmuse H3-3D Gimbal unter dem Copter hing, als er aufs Dach fiel. Das Gimbal sah dann so aus… (Gott sei Dank ist die GoPro OK…)

Das erste Problem war eine klemmende ‚roll‘-Achse des Gimbals. Diese ließ sich allerdings recht einfach reparieren, es gibt an der Achse des ‚roll‘-Stellers eine Schraube, mit der der Arm an der Achse geklemmt ist. Der Arm hatte sich durch den Aufprall auf der Achse verschoben, was sich durch öffnen der Madenschraube rückgängig machen ließ.

Bei genauerem Hinsehen jedoch, sah ich einen defekten Hall-Sensor am ’nick‘-Motor des Gimbals. Jetzt war natürlich guter Rat teuer, googeln eine Suche im Internet ergab zumindest, dass die von DJI verwendeten Motoren scheinbar von niemandem hergestellt werden; es gibt sie zumindest nicht zu kaufen. Nichtmal bei Alibaba.

Nachdem ich den besagten Motor ausgebaut hatte (Bilder siehe unten), bröselte mir der Hall-Effekt-Sensor auch schon entgegen. Die beiden anderen Sensoren waren beide mit ‚1432‘ beschriftet, was auch nach längerem Suchen leider nicht sehr hilfreich war. Interessant war, dass die Pins 1 und 3 der (verbleibenden) SOT23-Gehäuse  miteinander verbunden waren, es hatte auch den Anschein dass Pin 2 mit einer Massefläche verbunden war. Etwas cross-referencing später stand fest dass die belegung 1: VCC, 2: OUT, 3: GND eine übliche Belegung für Hall-Effekt Sensoren in SOT23 Gehäusen ist. Praktischerweise befand sich auf dem flex-Board noch ein kleiner Keramik-Kondensator, welcher oh Wunder mit VCC und GND verbunden war. Ich konnte zudem den Ausgang eines verbleibenden Sensors zum Stecker zurückverfolgen, wo ich das Kapton abgekratzt, und einen Draht angeschlossen habe (Pinout im Bild bitte nochmals nachmessen). Ich habe ein current Limit von 5mA gesetzt und die Spannung langsam auf 4,5V gesteigert, allerdings ohne Rekation auf ‚Stimulation‘ mit einem (Neodym-) Magneten. Erst als ich im Oszi winzige Spikes erkennen konnte, dämmerte es mir, dass es sich eventuell um ein Open-Drain-Ausgang seitens des Sensors handeln könnte.

Aber welcher Typ Hall-Effekt-Sensor ist das denn jetzt?

Es gibt verschiedene Typen Hall-Effekt-Sensoren. Bipolare, unipolare, latching, analog, … glücklicherweise finden sich auf Micronas‘ Youtube Kanal 2 sehr schöne Videos [1] [2], die das Verhalten von Bi-, und Unipolaren Hall-Effekt-Sensoren zeigen. Es handelte sich in unserem Fall um einen Bipolaren Hall-Effekt-Sensor. Nach kurzer Suche bei Farnell befand ich den SS360xT (x für North oder South) von Honeywell für geeignet. Das einzige was jetzt noch unklar war, war die Polarität (Nord-ein oder Süd-ein) des Sensors. Ich habe kurzerhand beide Kategorien bestellt.

Nachdem ich gestet hatte, welche Polarität (NORTH – also der SS360NT) zu der der restlichen Sensoren passt, habe ich den Sensor im Motor montiert und einen Draht für die Tests in bewährter Weise angeschlossen…

Die Pullups habe ich ‚freestyle‘ montiert. Jetzt fehlt natürlich noch der Test mit entsprechendem Motor…

Sieht ja eigentlich ganz prima aus… Gelb ist der neue Sensor. Interessant ist, dass der Ausgang des neuen Sensors beim Einschalten ‚high‘ zu sein, was bei den anderen ja nicht der Fall zu sein scheint..

Ansonsten sieht das Signal ja aus wie man es sich vorstellt. Denkt man sich noch ein 3. Signal dazu, ergibt sich im Prinzip die erwarteten Magnet-Positionen, quasi 120° auseinander…

Jetzt gilt es natürlich den Gimbal-Motor wieder zusammen zu bauen. Wichtig ist, dass das weiße Zahnrad, dass das Poti in der Controllerplatine dreht, mit seiner ‚Macke‘ genau mit der eingeschliffenen ‚Macke‘ der Motorachse übereinstimmt. Ansonsten funktioniert die closed-loop-control nicht richtig. Ansonsten geht das Zusammenbauen wie das Auseinanderbauen. Schrauben immer auf die ‚Macken’…

Tada – Gimbal funktioniert wieder 🙂

Der Winkel des ‚roll‘Gimbal, defekt Motors stimmt noch nicht ganz da der Strut noch verbogen ist. … das ist vielleicht was für Teil 2 … 😉

Wouxun KG-818 VHF Teardown

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Ich habe auf der hamRadio 2012 ein Wouxun KG-818 VHF (5W, 136-174.995 MHz). Ich plane damit einen kleinen APRS-Sender für mein Auto zu konstruieren.

Das Wouxun.. 😉

…ohne Akku. Die beiden Schrauben unten li und re sind zu entfernen…

…genauso wie die Mutter (Messing) um den Antennenstecker (Leatherman FTW.)…

…dann kann man das gesamte TRX-Modul an der Unterseite heraushebeln. Die Knöpfe werden von selbst abgezogen. Aber Vorsicht mit dem Flex-Connector.

Die beiden Module. Links das Prozessormodul mit TRX, rechts Das Display-Tasten-Lautsprecher-Mikro-Modul.

Hier das TRX/Intelligenz/Chinagirl-Modul. Lieder ist die Platine mit der RF-Buchse verlötet, was mich -mangels eines Lötkolbens hier in Tübingen – daran gehintert hat, die Platine abzunehmen. Unter dem Firmware-Sticker steht „M64X802“.

Sehr gut: Der TRX funktioniert und sendet auch ohne Display und Lautsprecher (und ähnlich unnötiges Zeug..)..

Und das wars auch schon. Da ich das Gerät noch weiter modifizieren werde .. stay tuned!

HamRadio 2012


Es war mal wieder HamRadio Friedrichshafen. Ich war da. Leider nur am Sonntag, aber in guter alter Mannier, hier ein paar Bilder.

eZ430-Chronos unboxing


  Das war heute in meiner Post…


Es ist von Digi-Key… Das müsste dann ja meine… Schau mer mal ..


Jup, ich schau mal ob ich was finde… 😉


Wow! Ich habe eine eZ430-Chronos gefunden 🙂

Die Chronos war neulich bei itdeals für $25 zu haben, und da habe ich zugegriffen…


Kleines Extra: Das Chronos Funkmodem und ein MSP-eZ430U Debugger (epic win!!)


Nachdem man mit dem mitgelieferten Schraubenzieher die Uhr auseinander nimmt bekommt man das Uhr-Modul mit dem Debug-Stecker zu Gesicht…

Leider ist die Chronos doch recht hässlich, und die aktuelle Höhe misst sie zuverlässig 500m zu hoch (habe die Barometer-Einstellung noch nicht gefunden..). Allerdings ist das sicher ein ganz hervorragendes Spielzeug und ausserdem ist der enthaltene MSP-eZ430U-Debugger/Programmer auch sein Geld wert!

Stay tuned… 😉

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